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Dieses Jahr war Toll! Schau, was wir alles erlebt haben
Projekte 2014

2014 Jugendoper
Familienbande: Faramondo

Die „Händel-HipHopera“ FamilienBande: Faramondo ist die zweite Jugendopernproduktion der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen.
Mit diesem Crossover-Projekt haben die Festspiele Jugendliche im Alter zwischen 10 und 18 Jahren angesprochen – vor allem diejenigen, die zuvor nicht viel oder gar keinen Kontakt mit klassischer Musik hatten.
Und darum ging’s:
Faramondo hat Sven wegen Drogendeals an Kinder bei der Polizei verpfiffen. Das Problem: Faramondo ist wie Sven Mitglied bei der angesagtesten Gang in town, den Cimbres. Und nicht nur das: Sven ist der Bruder von Mandy, Alex und dem Gang-Anführer Big G. Damit gilt Faramondo bei der Familienbande als Verräter und muss bestraft werden. Vor allem Thea, Svens Freundin und ebenfalls Gangmitglied, hat ein großes Interesse an Faramondos Ächtung.
Gemeinsam mit Sven wollte sie Big G als Chef stürzen, um als neue Leader die Cimbres ins Drogengeschäft einzuführen. Tatsächlich gelingt es ihr, Big G zu bedrohen, doch wird sie von einem maskierten Helden gestoppt, Big G gerettet und das Happy End gesichert. Dass sich so ganz nebenbei noch eine zarte Liebe zwischen dem vermeintlichen Verräter Faramondo und der ihn deshalb hassenden Mandy entspinnt, soll hier nicht weiter verraten werden. Und dann sind hier noch Alex, der jüngste Bruder von Big G, der sich in Faramondos Schwester verliebt …

Eine Händel-HipHOpera?

Bernd Ruf, der Künstlerische Leiter der HipHOpera erzählt uns, warum Händel und HipHop super zusammen passen.

Händel? Wer?
Eine kleine Umfrage unter Jugendlichen löst skeptische Blicke aus.
Barockkomponist? Klingt nach Klassik, nach Vergangenheit – uncool! Welche spannenden Geschichten Händel geschrieben hat, wie rockig seine Musik klingt, welche Gefühle sich plötzlich Raum schaffen und wie nah seine Themen der eigenen Lebenswelt stehen, durften Göttinger Jugendliche im Laufe eines Jahres miterleben.
Und auch für das „Faramondo Creative–Team“ war die Übertragung der Oper Faramondo in die Gegenwart nicht nur eine große Herausforderung, sondern eine äußerst inspirierende Erfahrung. Händel ist und bleibt zeitlos.
Seine auf den ersten Blick unübersichtlich verworrenen Handlungen verbinden sich mit unglaublich schöner Musik und garantieren so besondere Erfahrungen.
So wurde die Arbeit an Faramondo zu einem großen Gemeinschaftsprojekt, bei dem jeder von jedem lernen konnte, Jugendliche von Erwachsenen, Jugendliche untereinander und Erwachsene von Jugendlichen.

Hier gibt’s was auf die Augen und auf die Ohren! Der Trailer zu unserer HipHOpera-Doku ist online.



Hip Hop und Händel, wie geht das zusammen?
Wir haben ein Orchester, bestehend aus klassischen Instrumenten und einer Band. Händels virtuose Instrumental-Linien verbinden sich mit aktuellem Groove.
Wir haben einen Chor, der zwischen Rollen innerhalb und außerhalb der Handlung pendelt: einmal als Bande der Cimbres, dann wieder kommentierender Chor à la griechischem Theater. Seine Melodien wirken wie eine Art Destillat der für Laien unsingbaren Händelschen Gesangspartien. Und schließlich haben wir die Rapper, die durch ihre Beats und Bars die Aussagen und Emotionen der Original- Rezitative und Arien wiedergeben.

Familienfassung Faramondo

„So jung kann eine alte Oper sein“, titelte die HNA über die Erstauflage der Familienfassung im Jahr 2013 und berichtete: „Eine gekürzte, pfiffig aufbereitete und für Erklärungen und Interviews unterbrochene Aufführung der Oper. Kika-Moderator Juri Tetzlaff vermittelte mit Esprit und Freude, was es mit der Oper auf sich hat – und die Akteure samt Orchester waren begeistert bei der Sache. Hier wurde mit der Familien-Oper zelebriert, was dem Genre Oper auf Zukunft Freunde bescheren wird.“

In der bewährten Konstellation brachten im Jahr 2014 Juri Tetzlaff, die Solisten der Oper und das FestspielOrchester Göttingen unter der Leitung von Laurence Cummings die Oper „Faramondo“ familiengerecht auf die Bühne.