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Have a break, Mr Händel!
England

Als Georg Friedrich Händel aus Italien zurückkam, war er ein richtiger Star!

Er arbeitete jetzt für einen Fürsten, für den Kurfürst von Hannover. Ich meine, wer kann das schon von sich behaupten? Der Fürst erlaubte Georg Friedrich, und übrigens auch Flohvio, nach London zu reisen. Flohvio verstand die Welt nicht mehr, jetzt hatte er sich doch gerade an Deutschland und das schlechte Wetter gewöhnt, nun ging es nach England, wo das Wetter noch schlechter sein sollte? Aber so sehr er auch auf Georg Friedrich einredete und an seinen Haaren zog, er schien ihn gar nicht zu hören.
Händels Wohnhaus in London


In London lernte Flohvio dann Flohrence kennen, die fortan auch bei Georg Friedrich wohnte. Flohrence liebte Händels Zauberoper Rinaldo , die er 1711 zur Aufführung brachte. Endlich war mal richtig was los auf der Bühne, mit Zauberinnen, Rittern und Königinnen.

Du heiliger Flohzirkus! Georg Friedrich erhielt den Auftrag von König Georg I. (Echt! Einem richtigen König!!!), eine
Wassermusik zu schreiben.
König Georg der Erste
Ihr müsst wissen, Flöhe mögen Wasser nicht besonders, aber Georg Friedrichs Musik war wirklich wunderschön.

Ein eigenes Opernhaus hat er übrigens auch gegründet, in London. Dass musste er zwar nach einigen Jahren wieder schließen, aber schlecht ging es uns eigentlich nie.

Eine meiner Verwandten war sogar der Meinung, dass sie Georg Friedrich Glück brachte als er seine
Feuerwerksmusik komponierte.

Sie war sich sicher, dass dieses Werk auch noch in vielen Jahren eines seiner berühmtesten sein würde. Wenn die gewusst hätte…
Meine Ur-Ur-Ur-Ur-Oma Flohra erlebte mit Georg Friedrich Händel im Jahre 1742 die erste Aufführung seines Messias , auch ein Oratorium mit Texten aus der Bibel.

Er führte es zugunsten von Armen und Kranken auf, was Ur-Ur-Ur-Ur-Oma sehr ehrenhaft fand und es sich deshalb auch nicht nehmen ließ beim großen Halleluja Chor ganz laut mitzusingen.

Die letzten Jahre verbrachte Flohdius mit unserem Freund Georg Friedrich. Er war so gut wie blind, komponierte aber noch fleißig und spielte auch hin und wieder Orgel bei Aufführungen seiner Werke.
London im Jahr 1751
Dann saß Flohdius immer in seiner Manteltasche. Dort war sein Lieblingsplatz, denn von dort konnte er Georg Friedrichs Füße beobachten, die über die Pedalen der Orgel tanzten. Als Georg Friedrich schließlich im Jahre 1759 von uns ging verabschiedete sich Flohdius in gewohnter Floh-Manier mit einem dreifachen Salto. Es war ihm eine Ehre in Georg Friedrichs Perücke gewohnt zu haben.

Und mir, Flohrentin von Flohrian, war es eine Ehre, diese Familiengeschichte erzählt haben zu dürfen.